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Dankbarkeit – aber richtig

Ich bin dankbar, dass…

ich diesen Text hier schreiben darf

Immer wieder lese ich darüber oder höre von scheinbar glücklichen Menschen, wie wichtig es sei dankbar zu sein. Oft hört man Satzanfänge wie „Ich bin so dankbar, dass …“, „Ich durfte …“, und ähnliche Sätze. Doch ist es so einfach mantra-artig „Ich bin dankbar“ oder „Ich durfte“ zu sagen? Ist das vielleicht einer der vielen urbanen Legenden und Mythen des „So-werde-ich-glücklicher„?

Was ist eigentlich Dankbarkeit?

Robert Emmons gilt als einer der weltweit führenden Experten für Dankbarkeit. Laut seiner Forschung hat sie zwei Schlüssel-Komponenten:
  • Zum einen ist sie eine Bestätigung der Güte: Wir bestätigen, dass es gute Dinge auf der Welt gibt, Geschenke und Vorteile, die wir erhalten haben.
  • Das andere ist, dass wir erkennen, dass die Quelle dieser Güte außerhalb unserer selbst liegt. Wir erkennen an, dass andere Menschen – oder sogar höhere Mächte, wenn man spirituell veranlagt ist – uns viele Geschenke, kleine und große, gegeben haben um Güte in unserem Leben zu erreichen.
Die Forschung der Positiven Psychologie (durch Robert Emmons, Michael McCullough, Sonja Lyubomirsky, Barbara Fredrickson, und viele andere) hat gezeigt, dass Dankbarkeit tatsächlich ganz massiv positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat.

Dankbarkeit bringt uns unter anderem:

  • … psychisches Wohlbefinden (Glück)
  • … verringert Sorgen und Depressionen
  • … macht uns resilienter
  • … stärkt Beziehungen
  • … unterstützt Vergebung
  • … besseren Schlaf

Dankbarkeit hilft nicht immer

Die Forschung der Positiven Psychologie zeigt, dass Dankbarkeit alleine nicht reicht.

Worauf es ankommt ist: Spezifische Dankbarkeit.

Darunter versteht man: Für etwas Konkretes einer konkreten Person dankbar zu sein. Ein Beispiel: Es reicht nicht dafür dankbar zu sein, dass man morgens aufwacht. Dankbarkeit wird dann wirksam, wenn man einer bestimmten Person dafür dankbar ist, dass man morgens aufwacht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den die Dankbarkeitsforschung in den letzen Jahren herausgefunden hat.

So wirkt Dankbarkeit

So reicht es nicht zu sagen, „Ich bin dankbar, dass ich ein so wunderbares Leben habe.“ Diese Form seine Dankbarkeit auszudrücken führt zu keiner positiven Veränderung. Es geht darum zu erkennen, wem man es zu verdanken hat, dass man so ein wunderbares Leben führt. Und dieser Person dafür dankbar zu sein. Kennen Sie auch diese Listen von 5, 10, 20 oder sogar noch mehr Tipps, was Sie tun sollten um dankbarer zu werden? Fühlen Sie sich auch erschlagen von der Fülle? Sollen Sie wirklich diese ganzen Sachen ausprobieren? Und wann soll man die alle in seinen Tagesablauf einplanen? Hat man dann überhaupt noch für etwas anderes Zeit?

So viele Mythen

Hierzu gibt es viele Mythen, die sich leider nicht von der aktuellen Forschung bestätigen lassen. Von 5 bis 10 Tipps wie man dankbar wird, zu was man tun soll und was nicht, was man hier oder da gelesen hat. Oder was viele hoffen, dass es helfe, weil es der gesunde Menschenverstand diktiere.

Die Wissenschaft

Doch glücklicherweise gibt inzwischen auch Methoden, die wissenschaftlich getestet worden sind und nachweislich einem helfen, glücklicher zu werden. Eine der wirksamsten Methoden ist das Dankbarkeits-Tagebuch.

Dankbarkeits-Tagebuch

Im Englischen wird es Journal of Gratitude genannt. Das ist ein Tagebuch, in das man regelmäßig schreibt, wofür man dankbar ist. Dabei ist es ganz wichtig mit der Hand und einem richtigen Stift zu schreiben. Es geht darum aufzuschreiben wofür man wem dankbar ist und warum. Ganz spezifisch und konkret auf den Punkt gebracht. Außerdem hat die Forschung gezeigt, dass ein „Zuviel“ an Dankbarkeit geben kann. Dieser Sättigungspunkt ist bei jedem Mensch anders. Das Dankbarkeits-Tagebuch eignet sich hervorragend, um für sich persönlich herauszufinden, wieviel Dankbarkeit einem gut tut.

Wenn Dankbarkeit zu viel wird

Robert Emmons und seine Kollegen konnten außerdem zeigen, dass zu viel Dankbarkeit einen negativen Effekt haben kann:
  • Zuviel Dankbarkeit kann negative Auswirkungen auf Körper und Psyche haben.
Studien ergaben: Für die meisten Menschen hatte 1 bis 2x pro Woche bewusst dankbar zu sein die positivste Auswirkung. Täglich bewusst dankbar zu sein hatte für die meisten die negativste Auswirkung. Zu dankbar zu sein scheint bei den meisten Menschen nicht die von vielen versprochene Wirkung zu haben, sondern eher unglücklicher zu machen. Jeder Mensch hat einen individuellen Dankbarkeits-Sättigungspunkt.

Dankbarkeits-Sättigungspunkt

Darunter versteht man den Punkt, an dem man die maximale positive Auswirkung von Dankbarkeit auf sich selber erreicht.
  • Sind sie seltener bewusst dankbar, dann brauchen Sie mehr bewusste Dankbarkeit in Ihrem Leben, damit Ihr Wohlbefinden davon profitiert.
  • Sind Sie häufiger bewusst dankbar, dann neutralisiert sich die Auswirkung auf Ihr Wohlbefinden, oder wirkt sich sogar negativ aus.

So finden Sie Ihren Dankbarkeits-Sättigungspunkt

Seinen persönlichen Dankbarkeits-Sättigungspunkt findet man am besten heraus, indem man ein Dankbarkeits-Tagebuch führt und einige Zeit täglich, einige Zeit jeden zweiten Tag, einige Zeit einmal die Woche, und so weiter, aufschreibt, wofür man wem dankbar ist. Dabei beobachtet man sich, wie sich die eigene Stimmung verhält. So findet man heraus, wie die eigene Dankbarkeits-Sättigungskurve verläuft. Damit lernen Sie, wie häufig Sie sich bewusst machen sollten, wem sie wofür dankbar sind, damit Sie auch am meisten davon profitieren.

Wie hilft Hypnose dabei?

Hypnose hilft Ihnen in erster Linie dabei, durchzuhalten. Sollten Sie zu den Menschen gehören, die sich leicht ablenken lassen, oder schnell aufgeben, wenn sie nach 2 Tagen Dankbarkeits-Tagebuch noch keine Ergebnisse erreicht haben, dann hilft Ihnen Hypnose-Coaching, oder auch Selbst-Hypnose, dabei Ihren Fokus auf der Dankbarkeit zu halten.

Fazit: Das bringt Ihnen

Wenn Sie in Ihre Dankbarkeit investieren, erhalten Sie dadurch eine Reihe positiver Effekte: Ihre Stimmung hebt sich dauerhaft, Ihre Gesundheit verbessert sich, Sie schlafen besser, die Qualität Ihrer sozialen Kontakte wird besser. Dadurch haben Sie mehr Energie für das, was Ihnen in Ihrem Leben wichtig ist.

Gesundheit – Familie – Anerkennung – Erfolg

Wo können Sie sich weiter informieren

Näheres zu diesem spannenden Thema finden Sie zum Beispiel bei Robert Emmons, Michael McCullough, Sonja Lyubomirsky, Barbara Fredrickson, und vielen anderen. Auch beim Greater Good Science Center der UC in Berkeley, einer der renommiertesten Universitäten weltweit.

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  • Tel.: 0221 9130 987
  • Email: info@hypnose-zentrum-koeln.de
Herzliche Grüße Axel Hombach Hypnose Zentrum Köln